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Technik |
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Haltbarkeit über alles. Seit
Jahrzehnten hat Volvo eine ganz eigene Technik-Philosophie, die man
um so mehr zu schätzen weiß, je länger man sich damit
beschäftigt: Man nehme bewährte Konstruktionsprinzipien
und entwickele sie mit einer solchen Gewissenhaftigkeit bis zur Perfektion
weiter, dass am Ende ein durchdachtes Gesamtprodukt entsteht, das
einfach nur faszinierend gut ist. Viele andere Autos waren lieber
nur faszinierend. Technische Daten im Überblick: Karosserie: Motor: B18: 1778 ccm; Bohrung x Hub: 84,14 x 80 mm; B18A:
Ein Zenith/Stromberg-Gleichdruckvergaser,
75 PS, Nockenwellenprofil: A B20: 1986 ccm, Bohrung x Hub: 88,90 x 80 mm; B20A:
Ein Zenith/Stromberg-
bzw. SU-Gleichdruckvergaser,
82 PS @ 4700/min, Verd.
8,7:1, Nockenwellenprofil: A B30: 2986 ccm, Bohrung x Hub: 88,90 x 80 mm; Nockenwellenprofil C B30A:
Zwei Zenith/Stromberg-Gleichdruckvergaser, 130 PS @ 5000/min,
Verd.
9,3 :1
konservativ,
aber unkaputtbar und sauber abgestimmt: Kraftübertragung: Fahrwerk: |
Seine
Majestät,
Nur
in langen, dunklen Winternächten Die in den ersten beiden Baujahren verwendeten B18-Motoren mit 1,8 Liter Hubraum mit 75 bis 100 PS hatten sich seit 1961 im PV, Amazon und P1800 bereits einen unsterblichen Ruf erworben. Dazu trug die in der Kanonenfabrik Bofors gesenkgeschmiedete Kurbelwelle mit Lagerabmessungen bei, die größer waren, als die mancher amerikanischer V8-Maschinen. Bei Pressevorführungen wurden die Motoren ganz bewußt überdreht und mit flatternden Ventilen weit jenseits der Nenndrehzahl betrieben ohne Schaden zu nehmen. Sie waren auf diesen Betriebszustand ausgelegt.
Robuste Drehorgel: der B18B mit zwei SU-Vergasern: 1968 wurde der Hubraum auf zwei Liter erhöht (B20) und für den neuen 164 eine Sechszylinderversion (B30) aufgelegt. Die bislang recht rustikale Laufkultur der Vierzylinder war nicht wiederzuerkennen, so laufruhig geriet der neue B30. Auch diese Maschine ist aller konservativen Konstruktionsmerkmale zum Trotz zu Höchstleistungen fähig. Die serienmäßige Ausführung mit 130 bis 160 PS war auf ein ewiges Leben als geschmeidiger Drehmomentspender ausgelegt. Er konnte aber auch anders, ob als Penta-Bootsmotor, ob im Marcos-Sportwagen oder im Volvo-Gelände-LKW C303, der 1983 die Rallye Paris-Dakar gewann. Es sollte bis 1990 dauern, bis Volvo im Modell 960 nach allen Öl- und Geschmackskrisen wieder einen Motor von diesem Format anbieten konnte.Beim Bremsen ein Zwölfzylinder. Nicht alle Volvos waren schnell, aber alle Volvos waren schnell langsam, denn die Bremsanlage zählt zu den Highlights im Verborgenen, die man oft nicht einmal auf den zweiten Blick erkennt. So hatten alle 164er und 140er Vierkolben-Festsattel-Scheibenbremsen vorne (plus je zwei Kolben an den Hinterradbremsen macht zwölf) und Scheibenbremsen mit separaten Bremstrommeln für die Handbremse hinten. Das geht auch heute kaum besser.
Innenbelüftete
Scheibenbremse Eine echte Innovation war das 1966 beim Volvo 140 eingeführte 2x3-Bremssystem, bei dem beide Vorderräder von beiden Bremskreisen versorgt werden, was bei Ausfall eines Kreises nur 20 % Bremskraftverlust ergibt bei sämtlichen anderen PKW 50 %. Übrigens wurde das System später in neueren Volvos mit ABS aufgegeben, so dass das 2x3-System eine ganz eigene Spezialität der alten Volvos gebieben ist. |
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www.164-140club.de :: Kontakt :: 28.08.2007