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Wie bitte? Volvo und Design? Das ist mehr als Lego und Stein. Die frühen 140er und 164er Volvos sind in der Volvo-Historie die Verknüpfung des klassischen und des modernen Designs mit einem reichlichen Schuß britischem Stil, der speziell diese Modellreihe prägte. Und das war nicht nur die Axt im Tonklumpen. Mr.
Volvo-Design
Jan
Wilsgaard machte keine halben Sachen »Das Funktionelle ist oft das Schöne. Man folgt den Gesetzen der Natur und macht die Dinge nicht komplizierter, als sie wirklich sind. Funktionelle und vernünftige Lösungen sind oft die attraktivsten.« Jan Wilsgaard Kommt Zeit kommt Mode ... Kommt mehr Zeit, geht Mode wieder. Kommt noch mehr Zeit, ist alles wieder gut.
Das
letzte klassische Volvo-Armaturenbrett: In
der Ruhe liegt die Gefälligkeit Die
neue Form der Zierlichkeit No Body is perfect. Wo ein Designer ist, ist auch ein Rotstift. Auch wenn man die nörgelnden Kaufleute am liebsten gleich mit im Tonmodell verarbeiten möchte: Kompromisse müssen sein. Aber müssen Kompromisse sichtbar sein? Bei Volvo waren sie es manchmal, wenn auch unfreiwillig.
Und
tschüss auf zahlreichen Prospektphotos Das berühmte »Ordensband«, der diagonale Streifen am Kühlergrill, war bei frühen 164ern nur angeclipst und legte sich selbst auf Pressephotos schonmal schlafen in Eintracht mit den Photographen solcher Bilder. Der prominenteste Design-Kompromiß ist aber die hintere Seitentür beim 145 Kombi. »Ich bin eigentlich eine Limousinentür« steht unübersehbar am oberen Türrahmen. Nur einen Kompromiss gab es bei Volvo zum Glück nie: den der Funktionalität. Alles was schön war, funktionierte auch. |
Die Harmonie der Linien
Der
"Ur-164" ist Jan Wilsgaards Meisterwerk Keine Frage Volvos Formen waren keine aufregenden und die Tatsache, dass praktisch jede Autozeichnung eines Dreikäsehochs irgendwie nach Volvo ausieht, macht klar, um was es den Jungs um Jan Wilsgaard bei der Formgebung ging. Die Volvo-Silhouette sollte einfach und gut und einfach gut werden. Wer Lust hat, kann mal die Formgbung der Radläufe und Ausstellfenster auf sich wirken lassen und das mit dem eher ungehobelten Weltbild vergleichen, das man über Volvos häufig im Hinterkopf hat. Kaum ein Winkel, kaum eine Linie, die nicht absolut harmonisch gestaltet wäre. Zum Beispiel geht der Übergang der kantigen Seitenschulter beim 164 butterweich in die runden Scheinwerfer über. Vorgestern ist heute ist Volvo. Wer sich die Oberkante des Kofferaumdeckels beim 140/164 und beim S80 (1998-2006) ansieht, erkennt sofort die stilistische Gemeinsamkeit, die neben den charakteristischen Seitenschultern ein typisches Volvo-Designmerkmal ist - der gespannte Bogen. Wie ein Flitzebogen, der kurz vor dem Abschuß steht, hatte Wilsgaard schon dem Amazon diese charakteristische Schulter spendiert, die sich gewissermaßen als Fensterbank über die ganze Fahrzeuglänge erstreckt. Diese Schultern wurde in der ganzen 100er und 200er Serie ausgiebig zelebriert, anschließend vergessen und feierten mit dem ersten S80 wieder ihr Comeback.
So gleich kann anders sein Volvo bleibt Volvo.
Nach
30 Jahren wieder da: Das scharf gekappte Heck Volvos Beauty Secrets Bei den frühen 140er und 164er Volvos gab es eine hochinteressante Interpretation dieses gespannten Bogens, der sich hier nicht nur als Karosserieschulter (Volvo-intern »cat-walk« genannt) und am Kofferraumdeckel wiederfand. Es gibt nämlich eine Grundform, zu der dieser Bogen erweitert wurde, die an den unterschiedlichsten Stellen der Karosserie auftaucht. Diese Grundform beantwortet nicht nur endgültig die Frage, ob Volvos denn überhaupt »Design haben«, sondern sie zeigt, wie interessant das Volvo-Design ist, wenn man sich erstmal darin verguckt hat.
Der lächelnde Rahmen. Dieser gebogene Rahmen, der sich nach unten etwas verjüngt, ist das maßgebliche Design-Element der 100er Volvos, das nur dort und sonst nirgendwo sonst eingesetzt wurde. Durch die abgerundeten unteren Ecken bekommt die Form sogar ein Lächeln ins Gesicht. Der Rahmen taucht an den unterscheidlichsten Stellen auf und trägt maßgeblich dazu bei, dass diese Volvos »wie aus einem Guß« aussehen, auch wenn man vorher nicht wußte, warum. Und dort ist der Rahmen zu finden (siehe auch Photos auf dieser Seite):
Als umlaufende Kante am Heckblech Mit dem Facelift der 1973er Modelle verschwand der markante Design-Rahmen fast vollständig aus der Silhuette der Volvos und mit ihm diese sympathische Formensprache des alten, klassischen Schwedenstahls. |
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www.164-140club.de :: Kontakt :: 18.02.2006